{"id":62,"date":"2016-06-05T12:30:12","date_gmt":"2016-06-05T12:30:12","guid":{"rendered":"http:\/\/gs-rindern.de\/\/?page_id=62"},"modified":"2025-01-10T12:09:06","modified_gmt":"2025-01-10T12:09:06","slug":"schulportrait","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gs-rindern.de\/?page_id=62","title":{"rendered":"Schulportrait"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/gs-rindern.de\/\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/plakette.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-350\" src=\"http:\/\/gs-rindern.de\/\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/plakette.jpg\" alt=\"plakette\" width=\"400\" height=\"300\"><\/a><\/p>\n<p>Westlich des Ortskerns von Kleve-Rindern am Niederrhein, neben der imposanten Willibrord-Kirche liegt die Johanna-Sebus-Schule. Sie ist eine Katholische Bekenntnisgrundschule, die zurzeit von ca. 200 Kindern aus Rindern, Keeken, D\u00fcffelward, Wardhausen und anderen Ortsteilen besucht wird. Die Schule besteht aus einem Hauptgeb\u00e4ude und zwei Nebengeb\u00e4uden.<br \/>\nUnsere Schule liegt in Rindern, einem Vorort von Kleve, der bis zur kommunalen Neuordnung von 1969 selbst\u00e4ndig war. Urspr\u00fcnglich war dieser Ort mit zurzeit ca. 2840 Einwohnern auf einer Fl\u00e4che von 673 ha d\u00f6rflich gepr\u00e4gt, durch die vielen Neubaugebiete hat sich dies jedoch stark ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Rindern ist der Ort, an dem der K\u00fcnstler Joseph Beuys seine ersten Lebensjahre verbracht hat. Doch auch heute l\u00e4sst es sich gut leben in dem Ort, wo sich gem\u00fctliche Wohnstra\u00dfen in d\u00f6rflichem Ambiente befinden. Nicht umsonst z\u00e4hlt Rindern, neben Reichswalde und Materborn, zu den beliebtesten Wohnstandorten in Kleve.<\/p>\n<p>Umgeben von einer herrlichen Landschaft wird der Ort dominiert von der katholischen Kirche St. Willibrord ganz am Dorfrand. Direkt davor liegt das stattliche Geb\u00e4ude unserer Schule.<\/p>\n<p>Rindern ist ein sehr alter Ort, der schon zur R\u00f6merzeit besiedelt und f\u00fcr die r\u00f6mischen Besatzungstruppen von strategischer Bedeutung war. Damals Arenacum genannt, am Rhein gelegen und schon bei Tacitus erw\u00e4hnt, galt Rindern als ein wichtiger St\u00fctzpunkt f\u00fcr die r\u00f6mischen Soldaten auf dem Weg von Xanten nach Nijmegen. Ein wichtiges Relikt aus der R\u00f6merzeit ist der Mars &#8211; Camulus &#8211; Stein, ein r\u00f6mischer Opferstein, der seit den sechziger Jahren in der Pfarrkirche als Altar genutzt wird.<\/p>\n<p>Besondere Bedeutung in der niederrheinischen Kirchengeschichte hat Rindern deshalb, weil Willibrord, der Missionar der Friesen, im achten Jahrhundert Rindern als St\u00fctzpunkt f\u00fcr seine Missionsreisen genutzt hat.<\/p>\n<p>Unsere Schule besteht seit fast zweihundertf\u00fcnfzig Jahren. Es finden sich in alten Urkunden Hinweise darauf, dass schon in der Mitte des 18. Jahrhunderts in Rindern Kinder unterrichtet wurden.&nbsp;Die Geschichte unserer Schule und auch des Ortes Rindern ist eng verkn\u00fcpft mit der oft bedr\u00e4ngenden und gefahrvollen Erfahrung vom Hochwasser des Rheins.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><strong>Zur Namensgebung der Schule<\/strong><\/h4>\n<p>Vor allem in Erinnerung geblieben ist das Hochwasser von Januar 1809, bei dem ein junges M\u00e4dchen von 17 Jahren, Johanna Sebus, zun\u00e4chst ihre Mutter aus den Hochwasserfluten retten konnte und danach ihre Nachbarin mit ihren Kindern zu retten versuchte. Bei diesem Rettungsversuch sind sowohl Johanna Sebus als auch die Nachbarin mit ihren Kindern zu Tode gekommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/gs-rindern.de\/\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/johanna.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-349\" src=\"http:\/\/gs-rindern.de\/\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/johanna.jpg\" alt=\"johanna\" width=\"400\" height=\"266\"><\/a>Dieses Bild zeigt Johanna Sebus und h\u00e4ngt im Flur der Schule.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Johanna Sebus wurde auf dem Rinderner Friedhof begraben, nachdem ein Sch\u00e4fer ihren Leichnam im April desselben Jahres in der N\u00e4he von Rindern gefunden hatte. Bei der Erweiterung der Rinderner Pfarrkirche in der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts wurde ihr Grab in den neu erbauten Chorraum einbezogen. Wenige Jahre sp\u00e4ter lie\u00df Napoleon ihr zu Ehren ein Denkmal bauen, das an den heldenhaften Tod der jungen Frau erinnern sollte. Das Denkmal steht in unserem Schulbezirk in der N\u00e4he eines Altrheinarms. Im gleichen Jahr wurde Johanna Sebus von J. W. Goethe ein Gedicht gewidmet, das wenig sp\u00e4ter von Carl Friedrich Zelter, vertont wurde.<\/p>\n<p>Auf&nbsp;Antrag der Schulkonferenz unserer Schule und nach Beschluss des Rates der Stadt Kleve erhielt unsere Schule am 12. Januar 1996, am Vorabend des Todestages von Johanna Sebus, den Namen \u201eJohanna \u2013 Sebus \u2013 Schule\u201c.Folgende \u00dcberlegungen der Lehrerkonferenz und der Schulpflegschaft haben zu dieser Entscheidung in der Namensgebung gef\u00fchrt:<\/p>\n<p>Johanna Sebus war eine junge Frau, die in der D\u00fcffelt, im Einzugsgebiet unserer Schule, lebte. Sie hat mit gro\u00dfem Mut und Verantwortungsbewusstsein versucht, Menschenleben zu retten und diese Tat mit ihrem Leben bezahlt. Dieses Engagement, dieser Mut und dieses Verantwortungsbewusstsein f\u00fcr andere sind vorbildlich f\u00fcr Kinder und Jugendliche, ebenso aber auch f\u00fcr Erwachsene.In unserer Schule wird j\u00e4hrlich im Januar ein Johanna-Sebus-Gedenktag abgehalten, an dem in einer Messe an Johanna Sebus erinnert wird und danach verschiedene Projekte jahrgangs\u00fcbergreifend angeboten werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Westlich des Ortskerns von Kleve-Rindern am Niederrhein, neben der imposanten Willibrord-Kirche liegt die Johanna-Sebus-Schule. Sie ist eine Katholische Bekenntnisgrundschule, die zurzeit von ca. 200 Kindern aus Rindern, Keeken, D\u00fcffelward, Wardhausen und anderen Ortsteilen besucht wird. Die Schule besteht aus einem Hauptgeb\u00e4ude und zwei Nebengeb\u00e4uden. Unsere Schule liegt in Rindern, einem Vorort von Kleve, der bis [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":58,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gs-rindern.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/62"}],"collection":[{"href":"https:\/\/gs-rindern.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/gs-rindern.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gs-rindern.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gs-rindern.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=62"}],"version-history":[{"count":29,"href":"https:\/\/gs-rindern.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/62\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15239,"href":"https:\/\/gs-rindern.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/62\/revisions\/15239"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gs-rindern.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/58"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gs-rindern.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=62"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}