Schulprofil


schule_klein
Unser Selbstverständnis
Pädagogisch–didaktisches Konzept
Differenzierung und Individualisierung
Leistungserziehung
Nachhaltige Bildung und gesunde Ernährung
Kooperative Lernformen
Classroom Management
Gewaltfrei lernen
Schüler*innenparlament

 

 

 

Wir sind eine kleine Schule in ländlicher Umgebung und pflegen ein soziales und unterstützendes Miteinander.
Das Lernen und die individuelle Entwicklung der Kinder fördern wir durch ein breit gefächertes Angebot. Darüber hinaus liegt uns das Bewusstsein für Natur und Umwelt am Herzen.

Unser Selbstverständnis

Lesen, Schreiben, Rechnen – das sind wichtige Kompetenzen, die alle Kinder in unserer Schule lernen.

Darüber hinaus ist für uns selbstverständlich,

  • dass alle Kinder, deren Erziehungsberechtigten und alle in der Schule Tätigen sich in der Schule wohl fühlen und gerne zu uns kommen.
  • dass bei uns ein Klima der Wertschätzung herrscht.
  • die Kinder individuell zu fördern, dass sie in allen Lernbereichen bestmögliche Leistungen erbringen und eine möglichst umfassende Grundbildung erhalten.
  • dass die Kinder ein gutes Handwerkszeug erhalten, um auf ihrem weiteren schulischen Weg erfolgreich zurechtzukommen.
  • eine breite Palette an schulischen und außerschulischen Angeboten zu ermöglichen, so dass sich jedes Kind nach seinen Begabungen und Interessen entwickeln kann.
  • dass ein positives Lernklima besteht, so dass jedes Kind Freude am Lernen und Leistungsbereitschaft entwickelt.
  • dass wir mit Erziehungsberechtigten und allen an der Schule Tätigen im Sinne der Kinder vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Diese Leitlinien prägen unser Selbstverständnis:

1. Jedes Kind ist liebens- und achtenswert.

Das Bedürfnis nach Liebe und Anerkennung ist eines der elementarsten Bedürfnisse eines jeden Menschen, weil davon die gesunde Entwicklung der Persönlichkeit abhängt. Es beinhaltet die Fähigkeit, Zuneigung zu empfinden und zu erwidern. Ein Kind braucht die Zuwendung von Mitmenschen, sowohl Kindern, Erziehungsberechtigten und allen an der Schule Tätigen.

2. Jedes Kind braucht Lob, Ermutigung und Beratung.

Die Lehrenden spielen eine Schlüsselrolle im Zusammenhang mit dem menschlichen Bedürfnis nach Lob und Anerkennung. Dies ist wesentlich

  • für eine positive Einstellung zu sich selbst,
  • für die Entwicklung von Selbstvertrauen und Leistungsfähigkeit,
  • zum Lernen im Allgemeinen und
  • zum schulischen Vorankommen im Besonderen.

3. Kinder sind nicht alle gleich.

Die Kinder in der Grundschule unterscheiden sich sehr voneinander in ihren Lebens- und Lernbedingungen. Darauf muss sich die Schule einstellen.

4. Jedes Kind will seinen Fähigkeiten entsprechend etwas lernen und leisten.

Kinder sind von Natur aus neugierig und haben ein Bedürfnis nach neuen Erfahrungen. Wir nehmen uns der Aufgabe an, die natürliche Lernfreude der Kinder zu erhalten, zu fördern und zu vertiefen. Durch vielerlei Anregungen und Lernangebote im schulischen und außerschulischen Bereich möchten wir die individuellen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten jedes Kindes nach seinen Möglichkeiten steigern. Individuelle und differenzierte Aufgabenstellungen sind daher nötig.

5. Jedes Kind ist für seinen Lernprozess in zunehmendem Maße mitverantwortlich.

Wir erwarten von den Kindern, dass sie sich gemäß ihrer Möglichkeiten und Fähigkeiten anstrengen und zunehmende Verantwortung für ihren persönlichen Lernprozess übernehmen.

6. Jedes Kind soll seinen Mitmenschen – egal ob klein oder groß – respektvoll begegnen und kann dieses auch selbst einfordern.

Freude am Lernen in der Schule, Sich-Wohl-Fühlen, Entwicklung des Selbstbewusstseins usw. stellt sich nur dann ein, wenn Respekt, Achtung und Höflichkeit vor dem Anderen, Offenheit, Ehrlichkeit und Solidaritätsbewusstsein vorhanden sind. Daher gehört die Erziehung zum gewaltfreien Umgang (Friedenserziehung/ Gewaltprävention) zu den maßgeblichen Aufgaben der Schule.

7. Die Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten am gemeinsamen Prozess von Bildung und Erziehung ist unverzichtbar.

Die Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten kann sehr gewinnbringend sein. Wir sehen die Erziehungsberechtigten als Partner*innen bei der Bildung und Erziehung zum Wohle der Kinder. Ein beidseitiger wertschätzender Umgang ist hierfür die Voraussetzung.

8. Es ist wichtig, dass alle in der Schule Tätigen auf gleichberechtigter Basis miteinander kommunizieren und kooperieren.

Eine gute Zusammenarbeit im Kollegium hat für uns eine große Bedeutung. Dabei erkennen wir alle Beteiligten als gleichberechtigte Diskurspartner*innen an. Der gegenseitige Austausch, z.B. über Schüler*innen oder von Unterrichtsmaterialien, pädagogische Absprachen zur Arbeit in den Klassen, z.B. zur Leistungsbeurteilung, die Vorbereitung gemeinsamer Vorhaben des Schullebens usw. hilft allen Beteiligten bei der Bewältigung des manchmal anstrengenden Schulalltags und fördert die Berufszufriedenheit und die Identifikation mit der Schule.

Alle in der Schule Tätigen sollen motiviert sein zur Mitarbeit am gemeinsamen Ziel –

einer guten Schule.

Nach oben

Pädagogisch–didaktisches Konzept

Die Grundschule hat die Aufgabe

  • alle Schüler*innen unter Berücksichtigung ihrer individuellen Voraussetzungen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, in den sozialen Verhaltensweisen sowie in ihren individuellen Fähigkeiten und Talenten gleichermaßen umfassend zu fördern,
  • grundlegende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten in Inhalt und Form so zu vermitteln, dass sie den individuellen Lernmöglichkeiten und -erfahrungen der Kinder angepasst sind,
  • die Kinder durch fördernde und ermutigende Hilfe allmählich zu den systematischeren Formen des Lernens hinzuführen und damit die Grundlagen für die weitere Schullaufbahn zu schaffen,
  • die Lernfreude der Schüler*innen zu erhalten und weiter zu fördern.

Was tut unsere Schule konkret?

Wir legen dabei besonderen Wert auf:

  • kompetenzorientierten Unterricht, der die individuellen Voraussetzungen berücksichtigt und eine transparente Leistungsbewertung beinhaltet
  • ein breitgefächertes AG-Angebot, z.B.:
    • Kunst-AG
    • Tanz-AG
    • Chor-AG
    • Forscher-AG
    • Zeitungs-AG
      Niederländisch-AG
    • Fußball-AG
    • Entspannungs-AG,
  • die Teilnahme an unterschiedlichen Wettbewerben, z.B.:
    • Känguru-Wettbewerb
    • Lese-Wettbewerb
    • Künstlerische Wettbewerbe
    • Schreibwettbewerbe,
  • die Teilnahme an sportlichen Veranstaltungen, z.B.:
    • Fußball-Cup
    • Tischtennis-Meisterschaften
    • City-Lauf,
  • jährliches Training mit dem Verein „Gewaltfrei Lernen“,
  • Projekt „Wir ackern“ in Zusammenarbeit mit der Ackerdemia e.V.,
  • Wöchentlicher Klassenrat und monatliches Schüler*innenparlament,
  • (Autoren-)Lesungen,
  • Projektwoche einmal in der Grundschulzeit, z.B. Zirkusprojekt,
  • regelmäßige Museums- und Theaterbesuche,
  • Teilnahme am Projekt „Kulturstrolche“
  • und nicht zuletzt ein reges Schulleben.

Nach oben

 

Differenzierung und Individualisierung

Da Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen und mit unterschiedlichem Tempo in der Schule gemeinsam lernen, sind Differenzierungsmaßnahmen notwendig. Durch innere sowie äußere Differenzierungsmaßnahmen werden alle Kinder gefördert. Dies schließt individuelle Hilfen für Kinder mit Lernrückständen oder Lernschwierigkeiten genauso ein, wie die Förderung von besonderen Begabungen und Neigungen. Die Fördermaßnahmen können nicht nur klassenintern erfolgen, sondern auch klassen- und jahrgangsübergreifend.

Was tut unsere Schule konkret?

  1. Um zu ihrem Lernziel zu gelangen, bieten wir den Kindern unterschiedliche Methoden, eine anregungsreiche Lernumgebung und offene Unterrichtsformen an. Sie erhalten viele Gelegenheiten in Bezug auf die Themenwahl, das Vorgehen bei der Bearbeitung des Lernstoffes, das unterschiedliche Lerntempo sowie die Auswahl der Sozialformen.
  2. In unserer Schule wird nach Möglichkeit wöchentlich Förderunterricht erteilt, der grundsätzlich allen Kindern offensteht. Er kann in allen Fächern erteilt werden, ein Schwerpunkt liegt jedoch in den Bereichen Deutsch und Mathematik. Förderunterricht kann sowohl im Klassenverband als auch in Teilgruppen und – zeitlich eng begrenzt – auch in einer Einzelförderung bestehen. Den entsprechenden Kindern wird rechtzeitig bekannt gegeben, ob sie Förderunterricht haben oder nicht.
  3. Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche arbeiten mit aufbauenden Lernmaterialien, die auf die festgestellten individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind.
  4. Das Überspringen einer Klasse ist nach vorheriger Prüfung und nach einer individuell festgelegten Probezeit möglich. Eine weitere Fördermaßnahme ist der Rücktritt in die nächst niedrigere Klasse, die nach enger Absprache zwischen Schule und der oder dem Erziehungsberechtigten erfolgt.
  5. Kinder mit Deutsch als Zielsprache werden neben dem sprachsensiblen Unterricht im Klassenverband auch in zusätzlichen Lerngruppen gefördert.
  6. Kinder mit größeren Lernkapazitäten erhalten erweiterte Förderangebote. Sie können beispielsweise eine Freiarbeit zu einem selbstgewählten Thema erstellen.

Nach oben

Leistungserziehung

Unser Ziel ist es, dass die Kinder eine Haltung aufbauen, in der sie ihre Leistungsbereitschaft zeigen und weiter entwickeln wollen. Sie sollen ihre eigene Verantwortung in diesem Prozess erkennen lernen und zunehmend mittragen.

Wir wollen die Kinder optimal und individuell bei der Vorbereitung auf Leistungsüberprüfungen, aber auch im Unterricht und im Schulleben grundsätzlich begleiten und in Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten unterstützen.

Dazu bieten wir im und neben dem Unterricht vielfältige Lerngelegenheiten, so dass jedes Kind sein Leistungspotenzial, auch im Bereich besonderer Talente, größtmöglich ausschöpfen kann.

Der Umgang mit Fehlern soll sowohl im fachlichen als auch menschlichen Bereich nicht als Defizit, sondern als Chance wahrgenommen und genutzt werden.

Somit fördern wir auf diese Weise nicht nur die fachlichen Kompetenzen, sondern in großem Maße auch die individuelle Persönlichkeitsentwicklung.

 

Leistungsbewertung

Bei der Leistungsbewertung geht es um konkrete Vereinbarungen, wie z.B. Klassenarbeiten gestaltet und bewertet werden. 
Grundsätzlich sind die Kompetenzen, die die Kinder erwerben sollen, in den Richtlinien und Lehrplänen des Landes NRW festgelegt. Für die konkrete Umsetzung im Unterricht gibt es von den Lehrkräften auf dieser Grundlage schulintern erstellte Arbeitspläne, die für jedes Fach und jede Jahrgangsstufe maßgeblich sind.

Dabei wird die anfänglich noch vorwiegend individuelle Leistungsbewertung im Verlauf der Grundschulzeit zunehmend von einer anforderungsbezogenen Leistungsbewertung abgelöst.
Die Schulkonferenz hat beschlossen, dass in Klasse 2 noch keine Noten gegeben werden. Noten gibt es erstmals mit den schriftlichen Leistungsüberprüfungen in Klasse 3, die schließlich in das Halbjahreszeugnis der Klasse 3 einfließen.

In den meisten Fächern werden die Leistungen der Kinder in Lernerfolgskontrollen und Klassenarbeiten bepunktet. Dabei gilt:
Für ein „ausreichend“ muss mindestens die Hälfte der möglichen Punktzahl erreicht werden.

  1. 100 bis 97 % Punkte: sehr gut
  2. 96 – 85 % Punkte: gut
  3. 84 – 70 % Punkte: befriedigend
  4. 69 – 50 % Punkte: ausreichend
  5. 49 – 25 % Punkte: mangelhaft
  6. 24 – 0 % Punkte: ungenügend

Nach oben

 

Nachhaltige Bildung und gesunde Ernährung

Nach oben

Seit 2021 betreiben wir in Kooperation mit der Ackerdemia e.V. mit den dritten und vierten Klassen zwei Schulacker, um die sich die Kinder eine ganze Saison kümmern. Sie beginnen mit Unterstützung der Erziehungsberechtigten mit dem Umgraben der Ackerflächen. Dann folgen das Pflanzen und Säen verschiedener Gemüsesorten, die Pflege der einzelnen Beete sowie das Ernten und Verkaufen der Lebensmittel. Zum Abschluss der Saison legen die Ackerkinder den Acker in Winterruhe. Mindestens einmal wird ein Teil der Ernte gemeinsam im Klassenverbund zu einer gesunden Mahlzeit verarbeitet. Dies schlägt eine Verbindung zu dem gesunden Frühstück, das wir uns in jedem Jahrgang wünschen. Außerhalb der Saison wird in den Ackerstunden im Hinblick auf nachhaltige Bildung gearbeitet: Hier vertiefen die Schüler*innen das Gelernte und Erlebte und verknüpfen es mit Zielen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) der Vereinten Nationen. Diese beinhalten beispielsweise Maßnahmen zum Klimaschutz und nachhaltigen Konsum.
Wir wollen den Kindern damit die Möglichkeit eröffnen, mit Kopf, Herz und Hand von und mit der Natur zu lernen und dabei sowohl etwas für die eigene Gesundheit als auch für die Umwelt zu tun.

Im Jahr 2023 haben wir mit unserem Projekt den 2. Platz beim Nachhaltigkeitswettbewerb „Klever Birne“ erlangt. 2024 erhielten wir den 2. Platz beim Kreis Klever Klimaschutzwettbewerb. Darauf sind wir sehr stolz.

 

Kooperative Lernformen an der Johanna-Sebus-Schule

Was sind Kooperative Lernformen?
Kooperative Lernformen stellen eine besondere Form des gemeinsamen Lernens dar, die alle Schüler*innen auf drei Ebenen fördert:
Auf der Sachebene lernen sie durch Kooperative Lernformen besonders effektiv und nachhaltig, d.h. Unterrichtsinhalte werden durch die Kooperation mit den Mitschüler*innen besonders gut verinnerlicht.
Auf der Sozialebene erlernen die Kinder, durch die Übernahme einer genau definierten Rolle (Aufgabe), Verantwortung für die Arbeit der Gruppe zu übernehmen.
Und nicht zuletzt eröffnet die Arbeit in Kooperativen Lernformen jedem Einzelnen auf der Ebene der Selbstwahrnehmung, die eigenen Stärken und Schwächen besser kennen- und einschätzen zu lernen und diese für das Gelingen der Arbeit einzubringen.
Die Gruppen werden nicht homogen, sondern bewusst heterogen gebildet. Teambildende Maßnahmen helfen, eine Gruppenidentität herzustellen. Die Aufgaben werden in der Gruppe durch die Übernahme verschiedener Rollen verteilt. Soziale Fähigkeiten werden in jeder Arbeitsphase des Kooperativen Lernens durch die gemeinsame Aufgabe systematisch erlernt und praktiziert. Am Ende jeder Arbeitsphase wird sowohl der Inhalt des Lernstoffes als auch der Gruppenprozess während der Arbeit reflektiert und bewertet.

Der Einsatz Kooperativer Lernformen wird im Kollegium und mit den Kindern regelmäßig evaluiert.
Nach der systematischen Erprobung von vier Kooperativen Lernformen in den Schuljahren 2015/16 und 2016/17 wurde, aufgrund der guten Erfahrungen im Hinblick auf die Selbst-, Sach- und Sozialkompetenz unserer Schüler*innen, der regelmäßige Einsatz dieser Kooperativen Lernformen an unserer Schule festgeschrieben. Im Schuljahr 2017/18 wurde der Einsatz von 4 weiteren Kooperativen Lernformen erprobt und ebenfalls für den regelmäßigen Einsatz festgelegt.

Nach oben

Classroommanagement

Was ist das? Mit Classroommanagement sind alle Maßnahmen gemeint, mit denen die Lehrkraft das Verhalten der Schüler*innen so beeinflusst, dass ein reibungsloses und optimales Unterrichten und Lernen der Kinder sowie das Erreichen aller Ziele des Lehrplans möglich ist.

Dazu gehören ein geordnetes Klassenzimmer, gute Beziehungen zu den Kindern, eine gute Unterrichtsvorbereitung, Disziplin, die Durchsetzung von Regeln und Ritualen und eine gute Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule.

Einer der wichtigsten Punkte, die wir im Kollegium intensiv besprochen haben, sind die Regeln, die von nun an für alle Kinder der Schule gleichermaßen gelten, die wir mit ihnen intensiv besprechen und die in jeder Klasse hängen.

Folgende allgemeine Regeln haben wir aufgestellt

  • Ich bin so leise, dass ich niemanden störe.
  • Ich renne nicht und bewege mich umsichtig.
  • Ich zeige auf und rede erst, wenn ich an der Reihe bin.
  • Ich sorge dafür, dass mein Arbeitsmaterial vollständig und einsatzbereit ist.
  • Ich verhalte mich Mitschüler*innen und Erwachsenen gegenüber freundlich.

Dies sind unsere Gesprächsregeln

  • Ich höre zu.
  • Ich blicke den an, der spricht.
  • Ich spreche in angemessener Lautstärke.
  • Ich frage höflich nach, wenn ich etwas nicht verstanden habe. Dabei melde ich mich mit 2 Fingern.
  • Ich lache andere nicht aus.

Dazu gibt es noch Fairnessregeln:

  • Ich verhalte mich freundlich und helfe dir.
  • Ich teile mit dir.
  • Ich nehme Rücksicht auf dich.
  • Ja! Du bist mein*e Partner*in.

Was passiert nun, wenn Kinder die Regeln mehrfach verletzen, z.B. häufig in die Klasse rufen oder ihre Sachen mehrfach nicht dabei haben?

Dazu gibt es folgenden Maßnahmenkatalog:

  1. Nach 4 Verstößen gegen eine der o.g. Regeln bekommen die Schüler*innen einen Nachdenkbogen mit nach Hause, auf dem die Lehrkraft das Fehlverhalten aufgeschrieben hat. Die Kinder sollen dann anhand von 5 Fragen über ihr Verhalten schriftlich nachdenken:
  • Was habe ich falsch gemacht?
  • Wie soll ich es richtig machen?
  • Warum habe ich das gemacht?
  • Wie kann ich es besser machen? Kann mir jemand helfen?
  • Kontrakt: „Ich werde mich in Zukunft bemühen, die Klassenregeln gut einzuhalten.

Im Falle eines Falles sind die Erziehungsberechtigten gebeten, mit ihrem Kind diesen Nachdenkbogen durchzugehen, ihn zu unterschreiben und ihr Kind bei der Einhaltung der Regeln zu unterstützen.

  1. Als Konsequenz bei weiteren Verstößen werden Sie zu einem Gespräch mit der Klassenlehrkraft und ggf. mit mir als Schulleiterin eingeladen.
  2. In jedem Klassenbuch liegt ein Dokumentationsbogen, in dem evtl. Fehlverhalten eingetragen wird.
  3. Nach einem halben Jahr wird der Bogen gelöscht und das Kind hat einen „Neustart“.
  4. Belohnungen für die Kinder, die die Regeln immer einhalten, werden von der Klassenlehrkraft organisiert.
  5. Maßnahmen bei schwerwiegendem Fehlverhalten (körperlich und massive verbale Aggression, Diebstahl usw.) werden je nach Einzelfall ergriffen (siehe auch unsere Beschlüsse zu „Gewaltfrei lernen“ oder Ordnungsmaßnahmen nach Schulgesetz).

 

Es geht beim Classroommanagement also um die alltäglichen Regeln und wie wir einen guten, disziplinierten Unterricht mit optimalen Lernerfolgen Ihrer Kinder organisieren.

Wir wissen, dass es Kinder und Lehrkräfte sehr schätzen, in einer ruhigen, freundlichen Arbeitsatmosphäre zu lernen und zu lehren.

Nach oben

 

„Gewaltfrei lernen“

Seit 2012 haben wir das Projekt „Gewaltfrei lernen“ in unserem Schulprogramm verankert. Seitdem führen wir das Projekt jährlich für die Jahrgänge 1 und 4 durch. Für den Jahrgang 1 geht es dabei um die Erstschulung. Im Jahrgang 4 handelt es sich, auch für die weiterführenden Schulen vorbereitend, um die Themen: „Mutproben“, „Cliquenzwang“ und „Ausgrenzung“. Ziel des Ganzen ist, dass die Kinder in ihren sozialen Kompetenzen gestärkt werden, bei Konflikten gut reagieren können und es klare Regeln gibt, wie in der Schule bei massiven Fällen von Streit und Aggression vorgegangen wird. Ziel ist also ein gedeihliches Miteinander in der Schule, bei dem sich alle wohlfühlen und gut lernen können.
Hier zunächst die wichtigsten Auszüge:

1. Das soziale Miteinander wird trainiert.

Ziel: Selbstbewusstsein stärken, Gemeinschaft stärken, Streitkultur entwickeln und Umgang mit Gefühlen (auch negativen) lernen. Die Kinder sollen mit jedem Kind der Klasse zusammenarbeiten können, bei Schimpfwörtern und Beleidigungen richtig reagieren können, mit Aggressionen umgehen können und lernen Rücksicht zu nehmen.

Wie geht das?

Die Lehrkräfte führen im Unterricht (z.B. Sport) regelmäßig kooperative Spiele durch. Es gibt eine Partner*innenwechselregel. Kinder lernen „starke Sätze“, einen „starken Blick“ und einen „starken Stand“. Sie kennen die „Elefantenhaut“ und lassen Beleidigungen „abrutschen“…

2. Maßnahmen bei „kleineren Reibereien“

Kinder lernen immer wieder aufs Neue, was „kleinere Reibereien“ sind. Dazu gehören harmlose Beleidigungen, Anrempeln, von Spielen ausschließen, Spiele bewusst stören, Dinge wegnehmen … Sie können anderen helfen, indem sie eine „liebe Mauer“ bauen. Sie kennen die Stopp-Regel. Sie wissen, wie man etwas wieder gut machen kann.
Sie kennen die „Give me five“- Streitschlichtungsmethode.
Diese Methode beinhaltet 5 Schritte, bei der beide Beteiligten in Gegenwart der Lehrkraft in Ruhe ihre Sicht der Dinge darstellen können und bei der am Ende eine Entschuldigung und Wiedergut­machung steht.

3. Maßnahmen bei massiven Fällen von Streit und Aggression

Kinder lernen, was schlimme Fälle von Aggression sind, bei der sie Hilfe holen sollen. Dazu gehören hartes Schlagen und Treten, grobe Beleidigungen, Diebstahl, absichtliche Beschädigungen.
Kinder, die das tun, werden sofort aus der Pause auf die „Nachdenkbank“ geschickt oder müssen den Rest der Pause neben der Lehrkraft gehen. Sie können von Aktivitäten, z.B. Ausflügen ausgeschlossen werden. Anschließend erfolgt ein Eintrag ins „Rote Buch“, in dem der Vorfall kurz dokumentiert wird. Die Schüler*innen müssen zeitnah ein Streitprotokoll ausfüllen, das die Grundlage für ein Gespräch mit einer Lehrkraft bildet. Dieses Streitprotokoll muss auch von den Erziehungsberechtigten unterschrieben werden. Danach wird entschieden, wie es weitergeht. Ziel ist eine Versöhnung, Streitschlichtung, Wiedergutmachung der Tat und langfristige Verhaltensänderung.

Um die Kinder an die wichtigsten Regeln und richtigen Verhaltensweisen aus „Gewaltfrei lernen“ heranzuführen,
gibt es in jeder Klasse Bilder, die sie daran erinnern sollen. Hier sind sie: 

Die Stopphand

Die Stopphand

Elefantenhaut

Elefantenhaut

Wir vertragen uns wieder.

Wir vertragen uns wieder.

Das rote Buch

Das rote Buch

Nach oben


Schüler*innenparlament

Schüler*innenmitwirkung an der Johanna-Sebus-Schule:
Seit Beginn des Schuljahrs 2016/17 findet wöchentlich in allen Klassen ein Klassenrat statt, bei dem die Kinder alle Probleme des gemeinsamen Lernens und Lebens zur Sprache bringen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Schwierigkeiten, die im Klassenrat nicht gelöst werden können, aber auch Ideen der Kinder zur Verbesserung des Schullebens, werden einmal monatlich von den Klassensprecher*innen aller Jahrgänge im Schüler*innenparlament erörtert. Das Schüler*innenparlament hat außerdem zwei Schülersprecher*innen, die im Parlament ausgewählt werden und ausgewählte Anliegen in regelmäßigen Abständen mit der Schulleiterin besprechen. Auf diese Weise wird demokratisches Handeln für alle Schüler*innen erfahrbar und sie erleben, dass es sich lohnt, sich einzumischen und zu engagieren. Wir wollen auf diese Weise unserem Bildungs- und Erziehungsauftrag gerecht werden, die Kinder dazu zu befähigen, „verantwortlich am sozialen und gesellschaftlichen (…) Leben teilzunehmen und ihr eigenes Leben zu gestalten.“ (vgl Schulgesetz § 2).

Besonderen Wert legen wir darauf, dass dies in einem wertschätzenden und respektvollen Rahmen geschieht. Unsere Schüler*innen werden in diesem Prozess von der Schulsozialarbeit begleitet.

Die Mitgestaltung fängt schon bei der Festlegung der Rahmenbedingungen für das Schüler*innenparlament an. In der Gruppe werden Regeln, Ablauf und Tagespunkte von den Kindern selbst festgelegt. Zu Beginn werden Tagesthemen gesammelt, die vorher im Klassenrat zusammengetragen wurden. Gemeinsam wird abgestimmt, welche Themen zuerst behandelt werden. Das Thema mit den meisten Stimmen wird ausdiskutiert. Die Problematik wird aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und unterschiedliche Lösungsansätze werden gesammelt. Die Kinder erhalten die Gelegenheit, die eigene Meinung zu vertreten, und lernen, andere Meinungen zu akzeptieren, demokratische Entscheidungsfindung zu üben und ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass jeder Einzelne die Fähigkeit besitzt, etwas zu bewirken. Zugleich erhalten sie die notwendigen Freiräume, ihre eigene Kreativität zu entfalten und Ideen für Problemlösungen zu entwickeln. Die Aufgabe der Vertreter*innen ist es, ein im Parlament ausgewähltes Anliegen und/oder entsprechende Ideen für die Problemlösung an die zuständigen Ansprechpartner*innen (z.B. die Schulleiterin) heranzutragen. Die Ergebnisse aus dem Schüler*innenparlament werden von den Klassensprecher*innen im Klassenrat wieder vorgestellt. Durch diese Verknüpfung und den regelmäßigen Austausch mit der Schulleiterin findet ein guter Transfer von Informationen statt, so dass alle Kinder in diesem Prozess aktiv mitwirken können.

Nach oben