Schulprofil


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Unser Selbstverständnis
Pädagogisch–didaktisches Konzept
Differenzierung und Individualisierung
Leistungsbewertung
Gewaltfrei lernen
Schülerparlament
Classroom Management
Kooperative Lernformen
SEIS – „Selbstevaluation in Schulen“


Unser Selbstverständnis

Lesen, Schreiben, Rechnen – das ist das Wichtigste, was Schülerinnen und Schüler in der Schule lernen müssen.
Und das ist auch das Wichtigste für uns.

Das Ziel unserer Schule ist es,
  • die Schülerinnen und Schüler bestmöglich individuell zu fördern, so dass sie in allen Lernbereichen gute Leistungen
    erbringen und eine umfassende Grundbildung erhalten.
  • dass unsere Schülerinnen und Schüler später in den weiterführenden Schulen sehr gut zurechtkommen.
  • dass alle Schülerinnen und Schüler, deren Eltern und alle in der Schule Tätigen sich in der Schule wohl fühlen und
    gerne zu uns kommen.
  • dass wir fruchtbar mit den Eltern zusammen arbeiten.
  • dass bei uns ein Klima der Wertschätzung herrscht.
  • dass unsere Kinder vielfältige zusätzliche Lernangebote erhalten.
  • dass unsere Schule einen guten Ruf hat.

Die Johanna-Sebus-Schule legt besonderen Wert auf künstlerische Aktivität und kulturelle Bildung ihrer Schülerinnen und Schüler. Sie fördert dadurch ihre Kreativität, ihre musischen Fähigkeiten, ihre sozialen und religiösen Einstellungen im besonderen Maße.

Kinder brauchen Kunst und Kultur, denn sie lernen mit allen Sinnen. Kinder lernen besser mit Musik, Kunst, Theater, Bewegung.
Was tut die Schule konkret?

  • Der Kunstunterricht hat einen hohen Stellenwert in der Schule. Er weckt die Phantasie und die
    gestalterischen Fähigkeiten der Kinder und setzt sich intensiv mit berühmten Künstlern auseinander.
  • Kunst-AG an der Schule, gestaltet durch die Künstlerin Alica Busch,
  • Tanz-AG, gestaltet durch die Tanz-Pädagogin Ella Lichtenberger,
  • MusiKids-Projekt in Zusammenarbeit mit der Kreismusikschule
  • Schulchor unter der Leitung von Christel Winkels
  • regelmäßige Museums- und Theaterbesuche
  • Teilnahme am Projekt „Kulturstrolche“
  • Ausstellung von Schülerarbeiten,
  • und nicht zuletzt ein reges Schulleben.

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Pädagogisch–didaktisches Konzept

Die Grundschule hat die Aufgabe

  • alle Schülerinnen und Schüler unter Berücksichtigung ihrer individuellen Voraussetzungen in ihrer
    Persönlichkeitsentwicklung, in den sozialen Verhaltensweisen sowie in ihren musischen und praktischen Fähigkeiten gleichermaßen umfassend zu fördern,
  • grundlegende Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten in Inhalt und Form so zu vermitteln,
    dass sie den individuellen Lernmöglichkeiten – und erfahrungen der Schülerinnen und Schüler angepasst sind,
  • durch fördernde und ermutigende Hilfe zu den systematischeren Formen des Lernens allmählich hinzuführen und damit die Grundlagen für die weitere Schullaufbahn zu schaffen,
  • die Lernfreude der Schülerinnen und Schüler zu erhalten und weiter zu fördern.

 

1. Jedes Kind ist liebens- und achtenswert.

Das Bedürfnis nach Liebe und Anerkennung ist eines der elementarsten Bedürfnisse eines jeden Menschen, weil von seiner Befriedigung die gesunde Entwicklung der Persönlichkeit abhängt. Es ist die Fähigkeit, Zuneigung zu empfinden und zu erwidern. Ein Kind braucht die Zuwendung von Erwachsenen, die Zuwendung seiner Eltern und Lehrer.

2. Jedes Kind braucht Lob, Ermutigung und Beratung.

Die Lehrer spielen eine Schlüsselrolle – im Guten, wie im Schlechten – im Zusammenhang mit dem menschlichen Bedürfnis nach Lob und Anerkennung. Lob und Anerkennung von Bezugspersonen erhalten zu haben und zu erhalten, ist ungeheuer wichtig für eine positive Einstellung zu sich selbst, zur Entwicklung von Selbstvertrauen und Leistungsfähigkeit. Durch Lob und Anerkennung, die ausgesprochen werden, wenn es angebracht ist, soll den Kindern drei wesentliche Dinge vermittelt werden:

  • eine positive Einstellung zu sich selbst,
  • zum Lernen im allgemeinen und
  • zum schulischen Vorankommen im besonderen.

 

3. Kinder sind nicht alle gleich.

Die Kinder in der Grundschule unterscheiden sich sehr voneinander in ihren Lebens- und Lernbedingungen. Darauf muss sich die Schule einstellen.

4. Jedes Kind will seinen Fähigkeiten entsprechend etwas lernen und leisten.

Kinder sind von Natur aus neugierig und haben ein Bedürfnis nach neuen Erfahrungen. Mit welcher Vorfreude kommen sie in die Schule! Wir haben die Aufgabe, die natürliche Lernfreude der Kinder zu erhalten, zu fördern und zu vertiefen. Durch vielerlei Anregungen und Lernangebote in einer angenehmen Atmosphäre sollen die individuellen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder gesteigert werden. Dabei müssen die Anforderungen für jedes Kind erreichbar sein, d.h. auf die Lernmöglichkeiten jedes einzelnen Kindes abgestimmt sein. Individuelle und differenzierte Aufgabenstellungen sind daher nötig.

5. Jedes Kind ist für seinen Lernprozess in zunehmenden Maße mitverantwortlich.

Wir erwarten von den Kindern aber auch, dass sie sich ihren Möglichkeiten und Fähigkeiten gemäß einsetzen, dass sie sich anstrengen und zunehmende Verantwortung für ihren Lernprozess übernehmen.

6. Jedes Kind hat seinen Mitschülern und seinen Lehrern Achtung entgegen zu bringen
und kann diese auch selbst einfordern.

Freude am Lernen in der Schule, Sich-Wohl-Fühlen, Entwicklung des Selbstbewusstseins usw. stellt sich nur dann ein, wenn Respekt, Achtung und Höflichkeit vor dem Anderen, Offenheit, Ehrlichkeit, Solidaritätsbewusstsein zumindest in Grundzügen vorhanden sind und eine Zielvorstellung in der schulischen Arbeit darstellen. Deswegen gehört die Erziehung zum gewaltfreien Umgang (Friedenserziehung/ Gewaltprävention) zu den maßgeblichen Aufgaben der Schule.

7. Die Zusammenarbeit mit den Eltern am gemeinsamen Prozess von Bildung und Erziehung ist unverzichtbar.

Die Zusammenarbeit mit den Eltern kann sehr fruchtbar sein. Wir sehen die Eltern als Partner bei der
Bildung und Erziehung zum Wohle der Kinder.

8. Es ist wichtig, dass alle in der Schule Tätigen auf gleichberechtigter Basis miteinander
kommunizieren und kooperieren.

Eine gute Zusammenarbeit im Kollegium einer Schule hat eine große Bedeutung. Dabei sollten alle Beteiligten als gleichberechtigte Diskurspartner anerkannt werden. Der gegenseitige Austausch, z.B. über Schüler oder von Unterrichtsmaterialien, pädagogische Absprachen zur Arbeit in den Klassen, z.B. zur Leistungsbeurteilung, die Vorbereitung gemeinsamer Vorhaben des Schullebens usw. hilft allen Beteiligten bei der Bewältigung des manchmal anstrengenden Schulalltags und fördert die Berufszufriedenheit und die Identifikation mit der Schule.

Alle in der Schule Tätigen sollen motiviert sein zur Mitarbeit am gemeinsamen Ziel …

einer guten Schule.
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Differenzierung und Individualisierung

Da Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen und mit unterschiedlichem Tempo in der Schule gemeinsam lernen, sind Differenzierungsmaßnahmen notwendig. Durch innere sowie äußere Differenzierungsmaßnahmen werden alle Kinder gefördert. Dies schließt individuelle Hilfen für Kinder mit Lernrückständen oder besonderen Problemen beim Lernen genauso ein wie die Förderung von besonderen Begabungen und Neigungen. Es werden also nicht nur Fördermaßnahmen für weniger lernbegabte Kinder angeboten, sondern grundsätzlich individuelle Lernchancen für alle. Die Fördermaßnahmen können nicht nur klassenintern erfolgen, sondern auch klassen- und jahrgangsübergreifend.

Förderkonzepte
  1. Die unterschiedlichen Methoden, eine anregungsreiche Lernumgebung und offene Unterrichtsformen bieten viele Gelegenheiten über die Themenwahl, das Vorgehen bei der Bearbeitung des Lernstoffes, das unterschiedliche Lerntempo, sowie die Auswahl der Sozialformen zum Lernziel zu gelangen.
  2. In unserer Schule wird wöchentlich Förderunterricht erteilt, der grundsätzlich allen Kindern offen steht. Er kann in allen Fächern erteilt werden, ein Schwerpunkt liegt jedoch im Bereich Deutsch und Mathematik. Förderunterricht kann sowohl im Klassenverband, als auch in Teilgruppen und – zeitlich eng begrenzt – auch in einer Einzelförderung bestehen. Den Kindern wird rechtzeitig bekannt gegeben, ob sie Förderunterricht haben oder nicht. Es gibt keine festen Gruppen im Förderunterricht.
  3. Für Kinder mit größeren Lernkapazitäten werden erweiterte Lernangebote angeboten. Die Kinder können beispielsweise eine Freiarbeit zu einem selbstgewählten Thema erstellen.
  4. Für Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche wird im Kurs-System mit pädagogisch auf die festgestellten individuellen Schwächen abgestimmten und aufbauenden Lernmaterialien gearbeitet.
  5. Das Überspringen einer Klasse ist nach vorheriger Prüfung und nach einer individuell festgelegten Probezeit möglich. Ebenso ist der Rücktritt in die nächst niedrigere Klasse eine mögliche Fördermaßnahme.

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Leistungsbewertung

Im Schuljahr 2011/12 hat sich das Kollegium intensiv mit den gemeinsamen Leitlinien zur Leistungsanforderung und Leistungsbewertung auseinandergesetzt und konkrete Vereinbarungen getroffen, wie z.B. Klassenarbeiten gestaltet und bewertet werden. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen.
Grundsätzlich sind die Kompetenzen, die die Schülerinnen und Schüler erwerben sollen, in den Richtlinien und Lehrplänen des Landes NRW festgelegt. Für die konkrete Umsetzung im Unterricht gibt es Leitfragen, die für jedes Fach und jede Jahrgangsstufe bearbeitet werden.
Beispiel Bereich Rechtschreiben:

  • Mit welchen Methoden und Techniken bringen wir es bei?
  • Welche Materialien setzen wir ein?
  • Wann setzen wir sie ein?
  • Welche punktuellen Überprüfungen gibt es ?
  • Wie Feststellung des individuellen Lernprozesses?
  • Wie bestätigen und fördern wir die Lernentwicklung?
  • Wie stellen wir Transparenz (Kinder, Eltern) her?

In den meisten Fächern werden die Leistungen der Kinder in den Klassenarbeiten bepunktet. Dabei gilt:
Für ein „ausreichend“ muss mindestens die Hälfte der möglichen Punktzahl erreicht werden.

  1. 100 bis 97 % Punkte: sehr gut
  2. 96 – 85 % Punkte: gut
  3. 84 – 70 % Punkte: befriedigend
  4. 69 – 50 % Punkte: ausreichend
  5. 49 – 25 % Punkte: mangelhaft
  6. 24 – 0 % Punkte: ungenügend

Dabei darf die pädagogische Leistungsbewertung und der individuelle Lernfortschritt des einzelnen Kindes nicht außer Acht gelassen werden.
Deswegen hat die Schulkonferenz beschlossen, dass in Klasse 2 noch keine Noten gegeben werden. Noten gibt es erstmals mit dem Halbjahreszeugnis der Klasse 3.
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„Gewaltfrei lernen“

Im Frühjahr 2012 haben wir das Projekt „Gewaltfrei lernen mit großem Erfolg durchgeführt und beschlossen, es in unserem Schulprogramm zu verankern. Ziel des Ganzen ist, dass die Kinder in ihren sozialen Kompetenzen gestärkt werden, bei Konflikten gut reagieren können und es klare Regeln gibt, wie in der Schule bei massiven Fällen von Streit und Aggression vorgegangen wird. Ziel ist also ein gedeihliches Miteinander in der Schule, bei dem sich alle wohlfühlen und gut lernen können.
Hier zunächst die wichtigsten Auszüge:

1. Das soziale Miteinander wird trainiert.

Ziel: Selbstbewusstsein stärken, Gemeinschaft stärken, Streitkultur entwickeln, Umgang mit Gefühlen (auch negativen) lernen. Die Kinder sollen mit jedem Kind der Klasse zusammenarbeiten können, bei Schimpfwörtern und Beleidigungen richtig reagieren können, mit Aggressionen umgehen können und lernen Rücksicht zu nehmen.

Wie geht das?

Die Lehrer führen im Unterricht (z.B. Sport) regelmäßig kooperative Spiele durch. Es gibt eine Partnerwechselregel. Kinder lernen „starke Sätze“, einen „starken Blick“, einen „starken Stand“. Sie kennen die „Elefantenhaut“ und lassen Beleidigungen „abrutschen“…

2. Maßnahmen bei „kleineren Reibereien“

Kinder lernen immer wieder aufs Neue, was „kleinere Reibereien“ sind. Dazu gehören harmlose Beleidigungen, Anrempeln, von Spielen ausschließen, Spiele bewusst stören, Dinge wegnehmen … Sie können anderen helfen, indem sie eine „liebe Mauer“ bauen. Sie kennen die Stopp-Regel. Sie wissen, wie man etwas wieder gut machen kann.
Sie kennen die „Give me five“- Streitschlichtungsmethode.
Diese Methode beinhaltet 5 Schritte, bei der beide Beteiligten in Gegenwart der Lehrerin in Ruhe ihre Sicht der Dinge darstellen können und bei der am Ende eine Entschuldigung und Wiedergut­machung steht.

3. Maßnahmen bei massiven Fällen von Streit und Aggression

Kinder lernen, was schlimme Fälle von Aggression sind, bei der sie Hilfe holen sollen. Dazu gehören hartes Schlagen und Treten, grobe Beleidigungen, Diebstahl, absichtliche Beschädigungen.
Kinder, die das tun, werden sofort aus der Pause auf die „Nachdenkbank“ geschickt oder müssen den Rest der Pause neben der Lehrerin gehen. Sie können von Aktivitäten, z.B. Ausflügen ausgeschlossen werden. Anschließend erfolgt ein Eintrag ins „Rote Buch“, in dem der Vorfall kurz dokumentiert wird. Die Schüler müssen zeitnah ein Streitprotokoll ausfüllen, das die Grundlage für ein Gespräch mit einer Lehrerin bildet. Dieses Streitprotokoll muss auch von den Eltern unterschrieben werden. Danach wird entschieden, wie es weitergeht. Ziel ist eine Versöhnung, Streitschlichtung, Wiedergutmachung der Tat und langfristige Verhaltensänderung.

Um den Kinder an die wichtigsten Regeln und richtigen Verhaltensweisen aus „Gewaltfrei lernen“ heranzuführen,
gibt es in jeder Klasse Bilder, die sie daran erinnern sollen. Hier sind sie:

Die Stopphand

Die Stopphand

Elefantenhaut

Elefantenhaut

Wir vertragen uns wieder.

Wir vertragen uns wieder.

Das rote Buch

Das rote Buch

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Schülerparlament

Schülermitwirkung an der Johanna-Sebus-Schule
Seit Beginn des Schuljahrs 2016/17 findet wöchentlich in allen Klassen ein Klassenrat statt, bei dem die Kinder alle Probleme des gemeinsamen Lernens und Lebens zur Sprache bringen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Schwierigkeiten, die im Klassenrat nicht gelöst werden können, aber auch Schülerideen zur Verbesserung des Schullebens, werden einmal monatlich von den Klassensprechern aller Jahrgänge im Schülerparlament erörtert. Das Schülerparlament hat außerdem zwei Schülerparlament-Vertreter, die im Parlament ausgewählt werden und ausgewählte Anliegen in regelmäßigen Abständen mit der Schulleiterin besprechen. Auf diese Weise wird demokratisches Handeln für alle Schülerinnen und Schüler erfahrbar und sie erleben, dass es sich lohnt, sich einzumischen und zu engagieren. Wir wollen auf diese Weise unserem Bildungs- und Erziehungsauftrag gerecht werden, die Kinder dazu zu befähigen, „verantwortlich am sozialen und gesellschaftlichen (…) Leben teilzunehmen und ihr eigenes Leben zu gestalten.“ (vgl Schulgesetz § 2).

Besonderen Wert legen wir darauf, dass dies in einem wertschätzenden und respektvollen Rahmen geschieht. Unsere Schülerinnen und Schüler werden in diesem Prozess von unserer Schulsozialarbeiterin, Frau Adar, begleitet.

Die Mitgestaltung fängt schon bei der Festlegung der Rahmenbedingungen für das Schülerparlament an. In der Gruppe werden Regeln, Ablauf und Tagespunkte von den Schülern und Schülerinnen selbst festgelegt. Zu Beginn werden Tagesthemen gesammelt, die vorher im Klassenrat zusammengetragen wurden. Gemeinsam wird abgestimmt, welche Themen zuerst behandelt werden. Das Thema mit den meisten Stimmen wird ausdiskutiert. Die Problematik wird aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und unterschiedliche Lösungsansätze werden gesammelt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Gelegenheit, die eigene Meinung zu vertreten und lernen, andere Meinungen zu akzeptieren, demokratische Entscheidungsfindung zu üben und ein Bewusstein dafür zu entwickeln, dass jeder Einzelne die Fähigkeit besitzt, etwas zu bewirken. Zugleich erhalten sie die notwendigen Freiräume, ihre eigene Kreativität zu entfalten und Ideen für Problemlösungen zu entwickeln, Die Aufgabe der Vertreter ist es, ein im Parlament ausgewähltes Anliegen und/oder entsprechende Ideen für die Problemlösung an die zuständigen Ansprechpartner (z.B. die Schulleiterin) heranzutragen. Die Ergebnisse aus dem Schülerparlament werden von den Klassensprechern im Klassenrat wieder vorgestellt. Durch diese Verknüpfung und den regelmäßigen Austausch mit der Schulleiterin findet ein guter Transfer von Informationen statt, so dass alle Schüler und Schülerinnen in diesem Prozess aktiv mitwirken können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Classroommanagement

Im April 2015 hat das Kollegium der Schule eine ganztägige Fortbildung zum Thema Classroommanagement gemacht.
Was ist das? Mit Classroommanagement sind alle Maßnahmen gemeint, mit denen die Lehrkraft das Verhalten der Schülerinnen und Schüler so beeinflusst, dass ein reibungsloses und optimales Unterrichten und Lernen der Kinder sowie das Erreichen aller Ziele des Lehrplans möglich ist.

Dazu gehören ein geordnetes Klassenzimmer, gute Beziehungen zu den Schülern, eine gute Unterrichtsvorbereitung, Disziplin, die Durchsetzung von Regeln und Ritualen und eine gute Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule.

Einer der wichtigsten Punkte, die wir im Kollegium intensiv besprochen haben, sind die Regeln, die von nun an für alle Kinder der Schule gleichermaßen gelten, die wir mit ihnen intensiv besprechen und die in jeder Klasse hängen.

Folgende allgemeine Regeln haben wir aufgestellt
  • Ich bin so leise, dass ich niemanden störe.
  • Ich renne nicht und bewege mich umsichtig.
  • Ich zeige auf und rede erst, wenn ich an der Reihe bin.
  • Ich sorge dafür, dass mein Arbeitsmaterial vollständig und einsatzbereit ist.

 

Dies sind unsere Gesprächsregeln
  • Ich höre zu.
  • Ich blicke den an, der spricht.
  • Ich spreche in angemessener Lautstärke.
  • Ich frage höflich nach, wenn ich etwas nicht verstanden habe. Dabei melde ich mich mit 2 Fingern.
  • Ich lache andere nicht aus.

 

Dazu gibt es noch Fairnessregeln:
  • Ich verhalte mich freundlich und helfe dir.
  • Ich teile mit dir.
  • Ich nehme Rücksicht auf dich.
  • Ja! Du bist mein Partner.

 

Was passiert nun, wenn Kinder die Regeln mehrfach verletzen, z.B. häufig in die Klasse rufen oder ihre Sachen mehrfach nicht dabei haben?

Dazu gibt es folgenden Maßnahmenkatalog:

1. Nach 4 Verstößen gegen eine der o.g. Regeln bekommen die Schüler einen Nachdenkbogen mit nach Hause, auf dem die Lehrerin das Fehlverhalten aufgeschrieben hat. Die Kinder sollen dann anhand von 5 Fragen über ihr Verhalten schriftlich nachdenken:

  • Das habe ich falsch gemacht?
  • Wie soll ich es richtig machen?
  • Warum habe ich das gemacht?
  • Wie kann ich es besser machen? Kann mir jemand helfen?
  • Kontrakt: „Ich werde mich in Zukunft bemühen, die Klassenregeln gut einzuhalten.

Im Falle eines Falles sind die Eltern gebeten, mit ihrem Kind diesen Nachdenkbogen durchzugehen, ihn zu unterschreiben und ihr Kind bei der Einhaltung der Regeln zu unterstützen.

2. Als Konsequenz bei weiteren Verstößen werden Sie zu einem Gespräch mit der Klassenlehrerin und ggf. mit mir als Schulleiterin eingeladen.

3. In jedem Klassenbuch liegt ein Dokumentationsbogen, in dem evtl. Fehlverhalten eingetragen wird.

4. Nach einem halben Jahr wird der Bogen gelöscht und das Kind hat einen „Neustart“.

5. Belohnungen für die Kinder, die die Regeln immer einhalten, werden von der Klassenlehrerin organisiert.

6. Maßnahmen bei schwerwiegendem Fehlverhalten (körperlich und massive verbale Aggression, Diebstahl usw.) werden je nach Einzelfall ergriffen (siehe auch unsere Beschlüsse zu „Gewaltfrei lernen“ oder Ordnungsmaßnahmen nach Schulgesetz).

 

Es geht bei Classroommanagement also um die alltäglichen Regeln und wie wir einen guten, disziplinierten Unterricht mit optimalen Lernerfolgen Ihrer Kinder organisieren.

Wir wissen, dass es Kinder (und Lehrer) sehr schätzen, in einer ruhigen, freundlichen Arbeitsatmosphäre zu lernen.

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Kooperative Lernformen an der Johanna-Sebus-Schule

Was sind Kooperative Lernformen?
Kooperative Lernformen stellen eine besondere Form des gemeinsamen Lernens dar, die jeden Schüler auf drei Ebenen fördert:
Auf der Sachebene lernen die Schüler durch Kooperative Lernformen besonders effektiv und nachhaltig, d.h. Unterrichtsinhalte werden durch die Kooperation mit den Mitschülern besonders gut verinnerlicht.
Auf der Sozialebene erlernt jeder Schüler, durch die Übernahme einer genau definierten Rolle (Aufgabe), Verantwortung für die Arbeit der Gruppe zu übernehmen.
Und nicht zuletzt eröffnet die Arbeit in Kooperativen Lernformen jedem Einzelnen auf der Ebene der Selbstwahrnehmung, die eigenen Stärken und Schwächen besser kennen- und einschätzen zu lernen und diese für das Gelingen der Arbeit einzubringen.
Die Gruppen werden nicht homogen, sondern bewusst heterogen gebildet. Teambildende Maßnahmen helfen, eine Gruppenidentität herzustellen. Die Aufgaben werden in der Gruppe durch die Übernahme verschiedener Rollen verteilt. Soziale Fähigkeiten werden in jeder Arbeitsphase des Kooperativen Lernens durch die gemeinsame Aufgabe systematisch erlernt und praktiziert. Am Ende jeder Arbeitsphase wird sowohl der Inhalt des Lernstoffes als auch der Gruppenprozess während der Arbeit reflektiert und bewertet.

Der Einsatz Kooperativer Lernformen wird im Kollegium und mit den Kindern regelmäßig evaluiert.
Nach der systematischen Erprobung von vier Kooperativen Lernformen in den Schuljahren 2015/16 und 2016/17 wurde, aufgrund der guten Erfahrungen im Hinblick auf die Selbst-, Sach- und Sozialkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler, der regelmäßige Einsatz dieser Kooperativen Lernformen an unserer Schule festgeschrieben. Im Schuljahr 2017/18 wird nun der Einsatz von 4 weiteren Kooperativen Lernformen erprobt.

Verbindlich in allen Lerngruppen – Kooperative Lernformen an der Johanna-Sebus-Schule

Derzeit in Erprobung – Kooperative Lernformen an der Johanna-Sebus-Schule


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SEIS – „Selbstevaluation in Schulen“

Regelmäßig evaluieren wir unsere Schule: Schüler, Eltern, Lehrer und sonstige Mitarbeiter arbeiten gemeinsam daran, unsere Schule in allen sechs Qualitätsbereichen zu optimieren. Diese sind:
1. Ergebnisse
2. Lernen und Lehren
3. Schulkultur
4. Führung und Schulmanagement
5. Professionalität der Lehrkräfte
6. Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung
Hierfür erhielt unsere Schule das SEIS-Siegel von SEIS-Deutschland durch das Ministerium für Schule und Weiterbildung, NRW. Diese Untersuchung haben wir auch im Jahr 2011 und 2013 durchgeführt.

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